Hauptinhalt

Achtung vor Badeunfällen

Öffentliche Schwimm- und Hallenbäder sind erst seit Kurzem geöffnet. Doch dieses Jahr ist der Badespass getrübt.

Die Anzahl der Besucher ist beschränkt, die Aufenthaltszeit wird teilweise auch eingeschränkt. Da weichen viele auf Seen und Flüsse aus. In den natürlichen Gewässern lauern jedoch besondere Gefahren: Strömungen und Strudel, Wind, unbekannte Tiefen und nicht überwachte Badestellen sind nur einige.

Laut den Statistiken der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ertrinken in der Schweiz jedes Jahr rund 50 Personen. Bei Kindern ist Ertrinken die zweithäufigste Unfall-Todesursache. Kleinkinder verunfallen am häufigsten durch einen Sturz in freie Gewässer. Nebst Kindern sind männliche Jugendliche und junge Erwachsene besonders gefährdet. Leichtsinn, Selbstüberschätzung, Gruppendruck, Alkohol und Drogen sind die Risikofaktoren. Oft werden auch die Kraft und Unberechenbarkeit des Wassers in Flüssen unterschätzt. Aber auch geübte Schwimmer und Wassersportler können in Notsituationen geraten – die Mehrheit der Ertrinkungsopfer konnte schwimmen.

Um den Sommer im und am Wasser sicher zu geniessen, hält man sich am besten an die bewährten sechs Baderegeln der SLRG: (1) Kinder nur begleitet ans Wasser lassen, kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen. (2) Nie mit ganz vollem oder leerem Magen und unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ins Wasser gehen. (3) Nie überhitzt ins Wasser springen. (4) Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen. (5) Luftmatratzen und aufblasbare Schwimmhilfen nicht in tiefen Gewässern benutzen. (6) Keine langen Strecken alleine schwimmen, denn auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche oder einen Muskelkrampf erleiden. Weitere Informationen unter: www.slrg.ch

Patrik Hasler-Olbrych
Leiter Kommunikation und Zentrale Dienste
Agrisano
Tel. 056 461 71 11