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Altersvorsorge nach Erreichen des Pensionsalters weiterführen

Zunehmend arbeiten Erwerbstätige nach Erreichen des Pensionsalters weiter. Wer nach dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters noch erwerbstätig ist, kann seine Altersvorsorge maximal bis zum 70. Altersjahr weiterführen, sofern die Pensionskasse dies anbietet und er/sie die Bedingungen der Pensionskasse erfüllt.

Für die Weiterführung sind unter anderem folgende Aspekte zu beachten:

  • Die aufgeschobene Rente aus der Pensionskasse wird während der Dauer der Weiterführung nicht zusammen mit der AHV-Rente und dem weiterhin erzielten Erwerbseinkommen versteuert.
  • Einkäufe können noch zu einem späteren Zeitpunkt getätigt werden (z.B. wenn auf Grund der Hofübergabe mit Alter 65 ein Liquidationsgewinn erst zu einem späteren Zeitpunkt eingekauft werden soll). Dieser Punkt ist relevant, wenn das Altersguthaben in Kapitalform bezogen wird. Denn nach einem Einkauf besteht aus steuerlicher Sicht eine dreijährige Kapitalbezugssperre auf das gesamte Altersguthaben.
  • Wer beabsichtigt, bei definitiver Erwerbsaufgabe eine Rente zu beziehen, sollte sich zwingend über die Erhöhung des Umwandlungssatzes erkundigen: Der Umwandlungssatz sollte sich angemessen erhöhen, wenn die Rente erst später als bei ordentlicher Pensionierung ausbezahlt wird (kürzere Restlebenserwartung). Denn wenn jemand länger erwerbstätig bleibt, sinkt die Anzahl Jahre, in denen die Pensionskasse die Rente auszahlen muss. Wird die Rentenoption gewählt und die Pensionskasse senkt exakt während der Aufschubdauer die Umwandlungssätze, wirkt sich ein Aufschub nachteilig aus.

In jedem Fall ist es ratsam, sich vorgängig von einer Fachperson beraten zu lassen. Die Berater der landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano-Unternehmungen in Brugg sind Ihnen bei Fragen zum Bezug Ihrer Pensionskassengelder gerne behilflich.

Julia Hunziker
Agrisano Stiftung