Hauptinhalt

Brille und Kontaktlinsen: Wie viel übernimmt die Krankenkasse?

Eine Brille ist nicht nur ein Accessoire, sondern fast immer eine Notwendigkeit.

Trotzdem übernimmt die obligatorische Grundversicherung seit 2011 für Erwachsene keinen Beitrag mehr. Denn Fehlsichtigkeit wird nicht als Krankheit eingestuft. Oder fühlen Sie sich als Brillenträger beziehungsweise Brillenträgerin krank? Eine Ausnahme sind medizinisch bedingte Veränderungen der Sehkraft. Wurden diese zum Beispiel verursacht durch Diabetes oder nach Augenoperationen wie der Graue Star, bezahlt die Grundversicherung pro Augenseite 180 Franken jährlich für Sehhilfen.

Bei Kindern sieht es hingegen anders aus, denn sie brauchen häufig neue Gläser. Bei ihnen beteiligt sich die Grundversicherung mit 180 Franken pro Jahr an den Kosten für Brillengläser oder Kontaktlinsen, und das bis zum 18. Lebensjahr. Dafür braucht es aber zwingend eine Verordnung vom Augenarzt – ohne diese vergütet die Grundversicherung nichts.

Zusatzversicherungen übernehmen meistens auch einen Anteil an neue Brillengläser. Die Zusatzversicherung AGRI-spezial der Agrisano vergütet, nebst vielen anderen Leistungen, bis 200 Franken alle zwei Jahre für Brillengläser oder Kontaktlinsen, und das ohne Rezept vom Augenarzt. Auch wer seine Brille aus Spargründen im Ausland besorgt, erhält diesen Beitrag.

Die landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg sind Ihnen bei Fragen zu den Agrisano-Grund- und Zusatzversicherungen gerne behilflich.

Christian Scharpf
Geschäftsleiter
Tel. 056 461 71 11