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Corona-Erwerbsausfallentschädigung beantragen

Wie die übrige Bevölkerung auch, sind zahlreiche Bauernfamilien durch Schliessung der Schulen und Kindergärten mit der Kinderbetreuung zu Hause gefordert.

Der Bundesrat hat Massnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Folgen der weiteren Verbreitung des Coronavirus für betroffene Unternehmen und Arbeitnehmende abzufedern. Im Rahmen der Erwerbsersatzordnung (EO) können Eltern eine Entschädigung beantragen, wenn sie aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht (im gewohnten Umfang) arbeiten können. Die Entschädigung ist unter anderem an folgende Voraussetzungen geknüpft:

•    Die Kinder sind jünger als 12 Jahre alt.
•    Die Kinder können nicht fremdbetreut werden, weil zum Beispiel die Schule geschlossen ist oder das Kind vorher durch eine Person betreut wurde, die zur Risikogruppe gehört (z.B. Grossmutter).
•    Es besteht eine Erwerbstätigkeit (mit AHV-Einkommen resp. Lohn) und es wird nicht im Home Office gearbeitet.

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des letzten beitragspflichtigen AHV-Einkommens, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Der Anspruch beginnt am 4. Tag, an dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, allerdings frühestens ab 19. März 2020. Sobald eine Lösung für die Betreuung gefunden oder die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie aufgehoben wurden, besteht kein Anspruch mehr. Es können maximal 30 Taggelder beantragt werden.

Ein Anspruch ist mit dem Formular «Anmeldung für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung» geltend zu machen. Dieses Formular und weiterführende Informationen sind unter www.ahv-iv.ch zu finden. Bei Fragen zu Einzelsituationen empfehlen wir, direkt mit der Ausgleichkasse, an die Sie als Landwirt angeschlossen sind, Kontakt aufzunehmen. Denn die Antragsstellung sowie die Auszahlungen werden durch die zuständigen Ausgleichskassen administriert.

Stefan Binder
Agrisano Stiftung
Tel. 056 461 78 78