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EL-Reform: Änderungen bei der Berücksichtigung des Vermögens

Voraussetzung für den Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL) ist eine AHV- oder IV-Rente. Auch eine Hilflosenentschädigung oder Taggelder der IV können zu einem EL-Anspruch führen.

EL erhalten nur Personen, die in der Schweiz wohnen. Das Prinzip der EL ist eigentlich einfach: Reichen die Einnahmen nicht aus, um die Grundbedürfnisse zu decken, übernehmen die EL die Differenz.

Am 1. Januar dieses Jahres ist die EL-Reform in Kraft getreten. Eine einschneidende Änderung dieser Reform betrifft die Anrechnung des Vermögens. Bisher bestand für den Erhalt von EL keine Vermögensobergrenze. Künftig haben nur noch Personen mit einem Vermögen von weniger als CHF 100'000 (Ehepaare CHF 200'000) Anspruch auf EL. Der Wert von selbstbewohnten Liegenschaften wird dabei nicht berücksichtigt. Der Grundsatz, dass ein Teil des Vermögens als jährlicher Vermögensverzehr angerechnet wird, bleibt bestehen.

Dazu ein Beispiel: Frau Meier bezieht eine IV-Rente. Sie hat keine weiteren Einnahmen, aber ein Vermögen von CHF 75'000 auf der Bank. Zur Berechnung des Vermögensverzehrs wird der sogenannte Freibetrag von CHF 30'000 abgezogen. Das ergibt ein anrechenbares Vermögen von CHF 45'000. Vom anrechenbaren Vermögen wird nun ein Teil als Vermögensverzehr angerechnet (z.B. 1/15 bei IV-Renten). Dies bedeutet, dass ihr CHF 3'000 als Einkommen angerechnet werden. Folglich reduzieren sich ihre Ergänzungsleistungen. Aber Achtung: Angenommen, das Vermögen von Frau Meier wäre über CHF 100'000, wäre sie gar nicht anspruchsberechtigt. Alle Änderungen finden Sie unter: www.ahv-iv.ch.

Die Berater der landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg, stehen Ihnen bei Fragen zum Versicherungsschutz gerne zur Verfügung.

Nadia Barmettler
Agrisano Stiftung