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Selbständige Landwirte und Älpler sowie landwirtschaftliche Arbeitnehmende aus der Schweiz oder den EU-/EFTA-Staaten, unterstehen dem Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG).

Gemäss FLG betragen die Kinderzulagen für jedes Kind bis zum vollendeten 16. Altersjahr CHF 200. Die Ausbildungszulage beträgt monatlich CHF 250 pro Kind in Ausbildung. Ab 1.8.2020 wird die Ausbildungszulage ab dem Start der Ausbildung bezahlt, auch wenn das Kind zu diesem Zeitpunkt erst 15 Jahre alt ist. Im Berggebiet liegen diese Ansätze jeweils CHF 20 höher. Landwirtschaftliche Arbeitnehmende können, sofern die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, zusätzlich eine Haushaltungszulage von CHF 100 pro Monat erhalten. Finanziert werden die Familienzulagen in der Landwirtschaft durch Lohnbeiträge des Arbeitgebers (2.00%) auf den Löhnen der familienfremden landwirtschaftlichen Mitarbeitenden sowie durch zusätzliche Steuergelder.

Gestützt auf das FLG haben die mitarbeitenden Familienmitglieder in der Landwirtschaft eine sozialversicherungsrechtliche Sonderstellung. Es sind keine Familienzulagen- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge geschuldet auf den Löhnen des Ehepartners des Betriebsleiters und der Familienmitglieder in auf- und absteigender Linie (Eltern, Grosseltern, Kinder, Enkel) sowie der Schwiegersöhne/-töchter, die den Betrieb zur Selbstbewirtschaftung übernehmen. Die mitarbeitenden Familienmitglieder in der Landwirtschaft unterstehen auch nicht den Versicherungsobligatorien der Unfallversicherung und der Pensionskasse. Ausnahmen von dieser Regel bestehen für Söhne und Töchter, die ihre Lehre auf dem elterlichen Betrieb absolvieren sowie für mitarbeitende Familienmitglieder, die in juristischen Personen (wie AG, GmbH) tätig sind.

Die landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg, sind Ihnen bei Fragen gerne behilflich.

Désiree Kobel
Agrisano Stiftung
Tel. 056 461 78 78