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Gedämpfter Anstieg bei den Gesundheitskosten

Die Gesundheitsausgaben werden dieses Jahr weniger stark ansteigen. Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich rechnet mit einem Anstieg von 2,9 Prozent.

Das entspricht Gesundheitsausgaben von 89,5 Mrd. für das Jahr 2022.

Für 2021 erwartet die KOF einen Anstieg der nominalen Gesundheitsausgaben von 4,4 Prozent, der massgeblich durch den im Jahr 2020 angestauten Nachholbedarf an Gesundheitsbehandlungen getrieben sein dürfte. Die Wachstumsrate sollte sich danach allmählich normalisieren, mit 3,6 Prozent im Jahr 2023 und 3,1 Prozent im Jahr 2024. Über den gesamten Prognosezeitraum von 2021 bis 2024 beträgt der durchschnittliche jährliche Anstieg 3,5 Prozent.

Von Anfang 2020 bis ins Jahr 2022 hinein hatte die COVID-19-Pandemie einen beträchtlichen Einfluss auf das Schweizer Gesundheitssystem. Die Folgen dürften noch einige Zeit spürbar bleiben: Einerseits wegen aufgeschobenen Behandlungen während der akuten Phasen der Epidemie, andererseits wegen der schwer abschätzbaren Wahrscheinlichkeit von neuen schweren Infektions- und Krankheitswellen sowie möglichen Langzeitfolgen von COVID-19-Erkrankungen. 

Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben betragen 9’993 Franken (2021), 10’190 Franken (2022), 10’416 Franken (2023) und 10’612 Franken (2024).Im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt betragen die Gesundheitsausgaben 11,9 Prozent im Jahr 2021. 2022 dürfte das Verhältnis leicht sinken auf 11,6 Prozent, um sich dann in den Jahren 2023 und 2024 bei 11,8 Prozent einzupendeln.

Peter Fluder
Leiter Kommunikation und Zentrale Dienste 
Agrisano