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Gestaltungsmöglichkeiten in der Pensionskasse der Angestellten

Die in der Pensionskasse versicherten Leistungen sollen zusammen mit der AHV/IV die Weiterführung des gewohnten Lebensstandards sicherstellen.

Gemäss Gesetz (BVG) sind Angestellte ab 01.01. nach ihrem 17. Geburtstag für die Risikovorsorge bei Invalidität/Tod und ab 01.01. nach ihrem 24. Geburtstag auch für die Altersvorsorge zu versichern, sofern sie folgende Bedingungen erfüllen: Das Arbeitsverhältnis dauert mehr als drei Monate und sie erhalten einen AHV-Jahreslohn von über CHF 21’510 (bei einem unterjährigen Arbeitsverhältnis wird dieser Wert anteilsmässig berechnet).

Die Landwirtschaftsbetriebe versichern ihre Angestellten oft gemäss dem gesetzlichen Minimum. Es ist jedoch grundsätzlich möglich, je nach den vorliegenden Bedürfnissen, bessere Risiko- und/oder Altersleistungen zu versichern. Dies kann entweder für alle Angestellten oder für eine bestimmte Personengruppe des Betriebes geschehen. Die Zugehörigkeit der Angestellten zu einer Personengruppe muss nach objektiven Kriterien wie zum Beispiel der ausgeübten Funktion, der hierarchischen Stellung im Betrieb, der Anzahl der Dienstjahre etc. erfolgen. Nicht möglich sind jedoch sogenannte À-la-carte-Lösungen, in denen willkürlich einzelne Angestellte mit besseren Leistungen ausgestattet werden.

Eine Verbesserung der versicherten Leistungen kann erreicht werden durch die Wahl der Vorsorgepläne und/oder durch die Wegbedingung des Koordinationsabzuges, der die Erhöhung des versicherten Lohns zur Folge hat. In dieselbe Richtung zielt die zurzeit im Parlament diskutierte Reform der beruflichen Vorsorge. Diese hätte unter anderem zum Ziel, den Koordinationsabzug auf gesetzlicher Basis um die Hälfte zu reduzieren. Dadurch erhielten insbesondere Teilzeitbeschäftigte eine bessere Absicherung über ihre Pensionskasse(n). Die Umsetzung und der Einführungszeitpunkt sind jedoch noch ungewiss.

Die Agrisano Pencas, als Pensionskasse für die landwirtschaftlichen Angestellten, bietet eine breite Palette von Möglichkeiten für Leistungsverbesserungen an. Eine bedürfnisgerechte Deckung, die über das gesetzliche Minimum hinausgeht, kann oft bereits für einen geringen Mehrbeitrag eingerichtet werden. Wir empfehlen den Betrieben, sich die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten von den bäuerlichen Versicherungsberatungsstellen aufzeigen zu lassen.

Beat Nebiker
Agrisano Stiftung