Hauptinhalt

Gesundheit2030 – die neue gesundheitspolitische Strategie

Die Menschen in der Schweiz haben eine hohe Lebenserwartung und guten Zugang zum Gesundheitssystem.

Aber immer öfter leiden sie am Lebensende an pflegeintensiven chronischen Krankheiten. Laut dem Bundesamt für Gesundheit dürfte bis 2040 der Anteil der über 65-jährigen Menschen in der Schweiz auf 27 Prozent ansteigen. Zunehmen wird insbesondere die Altersgruppe der über 80-Jährigen. Als Folge des demografischen Wandels steigt die Zahl der Menschen mit nichtübertragbaren Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Sie brauchen oft aufwändige Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsangebote. Diese sind heute nur ungenügend vorhanden oder nicht koordiniert, und die langfristige Finanzierung ist nicht gesichert.

Ende letzten Jahres hat der Bundesrat deshalb die gesundheitspolitische Strategie «Gesundheit2030» verabschiedet. Unter der vorherigen Strategie «Gesundheit2020» haben Bund und Kantone seit 2013 über 36 Massnahmen vorangetrieben, um das Gesundheitssystem auf die kommenden Herausforderungen auszurichten. Mit der neuen Strategie für die Jahre 2020 bis 2030 soll das System weiter verbessert werden, damit alle Menschen in der Schweiz auch künftig von einem guten und bezahlbaren Gesundheitssystem profitieren können. Vier Herausforderungen gilt es dabei zu meistern: die demografische und gesellschaftliche Entwicklung, den technologischen und digitalen Wandel, eine qualitativ hochstehende und finanziell tragbare Versorgung und die Chancen auf ein Leben in Gesundheit.

An der ersten Konferenz zur neuen Strategie stand denn auch das Thema «Gesund altern» im Fokus. Mitte Februar trafen sich rund 250 Akteure aus allen gesundheitspolitischen Bereichen und diskutierten unter anderem, wie man die Chance auf ein langes Leben nutzen und möglichst gesund älter werden kann oder wie wir unsere Gesellschaft und das Gesundheitssystem auf den demographischen Wandel vorbereiten können, damit die Lebensqualität in späten Jahren erhalten bleibt. Damit dies gelingt, lohne es sich, in jeder Lebensphase in die Prävention zu investieren, sagte Bundesrat Alain Berset anlässlich dieser Konferenz. Die grosse Herausforderung sei es dabei aber, die Kosten im Griff zu haben. Denn die Krankenkassenprämien dürften die Haushalte nicht überfordern.

Nicht zuletzt auch deshalb entscheiden sich immer mehr Landwirte und Landwirtinnen für die Agrisano. Denn die Prämien der Bauernkasse sind seit jeher vergleichsweise günstig. Grund dafür ist insbesondere das eigenverantwortliche Handeln der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Die Bauern und Bäuerinnen gehen erst dann zum Arzt, wenn es wirklich nötig ist.

Patrik Hasler-Olbrych
Leiter Kommunikation und Zentrale Dienste
Tel. 056 461 71 11