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Neue Massnahmen zur Kostendämpfung sind angelaufen

Im März 2018 verabschiedete der Bundesrat ein Dämpfungsprogramm für die stetig steigenden Gesundheitskosten. Die neuen Massnahmen werden in zwei Etappen eingeführt.

Die Massnahmen zielen darauf ab, die Kostenentwicklung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) auf das medizinisch begründbare Mass einzudämmen und somit den Anstieg der Krankenkassenprämien zu begrenzen. Das erste Paket wurde im August 2019 vom Bundesrat verabschiedet, das zweite wird Anfang 2020 in die Vernehmlassung geschickt.

Eine der neun Massnahmen des ersten Pakets legt fest, dass die Leistungserbringer gesetzlich verpflichtet werden, den Versicherten eine Kopie der Rechnung zuzustellen, damit diese ihre Rechnung kontrollieren und allfällige Fehler entdecken können. Bei den Generika soll ein Referenzpreissystem, basierend auf den Preisen von europäischen Referenzländern, Einsparungen zugunsten der OKP erzielen. Die übrigen Massnahmen betreffen mehrheitlich die Tarifpartner.

In den letzten Jahren wurden bereits zahlreiche Massnahmen in die Wege geleitet, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu dämpfen. So zum Beispiel im Bereich des Ärztetarifs Tarmed, der Mittel- und Gegenständeliste und der Medikamentenkosten. Mit den verschiedenen Massnahmen auf allen Ebenen sind längerfristige Einsparungen von mehreren hundert Millionen Franken pro Jahr möglich. Andererseits bleiben aber die Kostentreiber bestehen oder nehmen sogar noch zu: der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung und neue medizinische Angebote.

Christian Scharpf
Geschäftsleiter
Tel. 056 461 71 11