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Spitalkosten: ambulant vor stationär

Rund 4,2 Millionen Patientinnen und Patienten wurden 2019 in einem Schweizer Spital ambulant behandelt. Dafür entstanden Kosten von 8,4 Milliarden Franken.

Das entspricht einem Anstieg von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für eine stationäre Behandlung hielten sich eine Million Menschen in einem Spital oder Geburtshaus auf. Dies geht aus den neuesten Spitalstatistiken des Bundesamtes für Statistik hervor.

Die Kosten im stationären Bereich sind um 2,1 Prozent auf insgesamt 19,1 Milliarden Franken gestiegen (2018: 18,7 Milliarden Franken). Ein stationärer Fall kostete durchschnittlich 13 200 Franken, eine ambulante Konsultation 420 Franken. Insgesamt wurden 1,47 Millionen stationäre Spitalaufenthalte und 20,1 Millionen ambulante Konsultationen und Behandlungen gezählt. Damit ist die Anzahl der ambulanten Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent gestiegen.

Die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich nimmt also weiter zu. 2019 wurden sechs Gruppen von operativen Eingriffen vom stationären in den ambulanten Sektor verlagert, wobei die Gesamtkosten dieser Eingriffe abgenommen haben. Diese Eingriffe werden denn auch nur noch bei ambulanter Durchführung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet.

Der häufigste Grund für eine Hospitalisierung waren wie im Vorjahr Verletzungen durch Unfälle (190 000 Fälle), gefolgt von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Arthrose, Gelenk- oder Rückenproblemen (177 000 Fälle) und von Erkrankungen des Kreislaufsystems (159 000 Fälle). Über 100 000 Hospitalisierungen erfolgten wegen psychischen oder Verhaltensstörungen, einschliesslich Demenzerkrankungen und Schizophrenie.

Peter Fluder
Leiter Kommunikation und Zentrale Dienste
Tel. 056 461 71 11