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Stationäre Spitalkosten lassen nach

2018 sind die Kosten im stationären Spitalbereich mit 18,7 Milliarden Franken leicht gesunken (-0,2 %).

12 Prozent der Bevölkerung, rund eine Million Menschen, suchten ein Schweizer Spital oder Geburtshaus für eine stationäre Behandlung auf, wie aus den Spitalstatistiken des Bundesamtes für Statistik hervorgeht. Insgesamt wurden mit 1,4 Millionen gleich viele Fälle behandelt wie im Jahr zuvor. Die Zahl der Pflegetage ist von 11,6 auf 11,5 Millionen gesunken. Die ambulanten Kosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent auf 8,1 Milliarden Franken. 4,1 Millionen Patientinnen und Patienten liessen sich in einem Schweizer Spital ambulant behandeln. Das entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich weiter zunimmt. Das ist eigentlich begrüssenswert, denn ambulante Behandlungen kosten in der Regel weniger als stationäre. Mit dieser Verlagerung lassen sich die Gesundheitskosten nachhaltig senken. Die Krux dabei ist aber, dass die ambulanten Kosten die Prämienzahlenden belasten, denn sie müssen vollumfänglich von den Krankenkassen, und somit den Prämienzahlern, übernommen werden. Dies führt über kurz oder lang zu höheren Prämien. Die stationären Kosten hingegen werden von den Versicherern und Kantonen gemeinsam getragen.

Die Lösung ist eine einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen, kurz EFAS genannt. Damit müssen sich auch die Kantone an den ambulanten Kosten beteiligen. Mit EFAS würden alle von den Kantonsbeiträgen profitieren, unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär behandelt werden. Der Nationalrat hat die Vorlage mittlerweile angenommen. Jetzt ist der Ständerat gefragt, diese wichtige Reform rasch voranzutreiben, damit Prämien- und Steuerzahlende entlastet werden.

Patrik Hasler-Olbrych
Leiter Marketing & Kommunikation
Tel. 056 461 71 11