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Versicherungsschutz von Gästen

Sommerzeit gleich Reisezeit. Doch wie ist es um den Versicherungsschutz von Gästen bestellt, die zunehmend auch agrotouristische Angebote der Schweizer Landwirtschaft nutzen?

Touristen aus der Schweiz: Die obligatorische Krankenversicherung übernimmt die Heilungskosten, sofern keine Unfallversicherung gemäss Unfallversicherungsgesetz zuständig ist.

Touristen aus der EU/EFTA: Personen aus diesen Ländern, die einem gesetzlichen Krankenversicherungssystem angehören, haben mit der Europäischen Krankenversicherungskarte Anspruch auf medizinische Versorgung, die sich unter Berücksichtigung der Art der Behandlung und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer als medizinisch notwendig erweist.

Touristen aus anderen Ländern: Touristen aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA wird empfohlen, eine Reiseversicherung abzuschliessen, welche die Kosten von medizinisch notwendigen Leistungen in der Schweiz übernimmt. Personen, die für die Einreise in die Schweiz ein Visum für den Schengen-Raum benötigen, müssen eine private Krankenversicherung mit einer Mindestdeckung von EUR 30 000 abschliessen.

Haftpflicht-/Sachversicherung für Gastgeber:

Der Gastgeber kann für Personen- oder Sachschäden (zum Beispiel an Kleidern), die aufgrund einer Pflichtverletzung seinerseits eingetreten sind, haftbar gemacht werden. Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung wird deshalb unbedingt empfohlen. Im Zweifelsfall ist man gut beraten, beim Haftpflichtversicherer eine schriftliche Deckungszusage für agrotouristische Angebote zu verlangen.

Gästeeffekten, die zum Beispiel bei einem Brand zerstört werden, sind in der Geschäftssachversicherung des Betriebes mitversicherbar. Im Versicherungspaket agroPak der Emmental Versicherung sind diese bereits in der Grunddeckung mitversichert.

Die Berater der landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg sind Ihnen bei Fragen zum Versicherungsschutz Ihrer Gäste gerne behilflich.

Stefan Binder
Agrisano Stiftung