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Weshalb braucht das Auto eine Winterbereifung?

Während der kalten Jahreszeit fahren viele Leute mit dem Auto zum Skifahren in alpine Regionen. Dies stellt an die Automobilisten erhöhte Anforderungen.

Im Unterschied zu einigen anderen europäischen Ländern wie etwa Deutschland und Österreich, existiert in der Schweiz keine gesetzliche Regelung, die verfügt, Autos mit Winterreifen auszustatten. Doch das Strassenverkehrsgesetz Art. 31 SVG schreibt vor, dass Autofahrer ihr Fahrzeug stets derart beherrschen müssen, dass sie ihren Vorsichtspflichten nachkommen können. Gesetzlich vorgeschrieben ist ebenfalls die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm (gilt für Winter- und Sommerpneus).

Schnee und Eis, aber auch eine trockene kalte Fahrbahn bergen in Kombination mit Sommerpneus erhebliche Gefahren, weshalb Winterreifen dringend empfohlen werden. Denn Winterreifen verfügen neben einem gröberen Profil auch über eine weichere Gummimischung als Sommerreifen. Entsprechend höher ist ihre Haftung auf rutschigem Untergrund, was auch für regennasse Strassen gilt. Ab Temperaturen von etwa 7°C und tiefer sind sie in Bezug auf Haftung, Traktion und Bremsleistung den Sommerpneus überlegen.

Wer mit ungenügender Bereifung unterwegs ist, gefährdet sich selber und andere. Bei einem Unfall muss man je nach Umständen sogar mit einer Kürzung oder Rückforderung der Versicherungsleistungen rechnen. Ausserdem wird man zusätzlich zu einer Busse (wegen Grobfahrlässigkeit beziehungsweise Benutzen eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs) verurteilt. Deshalb sollten in unseren Breitengraden unbedingt rechtzeitig verkehrssichere Winterpneus montiert werden – die Regel lautet «von O bis O», also von Oktober bis Ostern. Bei Winterpneus wird ausserdem ein Mindestprofil von vier Millimetern empfohlen. Wer sich daran hält, ist auch versicherungstechnisch auf der richtigen Seite und erspart sich zudem den Stress, beim ersten Schneefall lange auf einen Termin für den Reifenwechsel warten zu müssen.

Die Berater der landwirtschaftlichen Versicherungsberatungsstellen, die den kantonalen Bauernverbänden angegliedert sind, oder der Beratungsdienst der Agrisano in Brugg, stehen Ihnen bei Fragen zum Versicherungsschutz gerne zur Verfügung.

Nadia Barmettler
Agrisano Stiftung
Tel. 056 461 78 78